SCHREIBERLING MARION "Wenn es sich gut anfühlt, dann mach es"
Ob wir nun gemeinsam auf vier Pfoten über Stock und Stein wandern, Maschen fallen lassen, Bilder und ihre Geschichten betrachten oder den Zettelkasten durchstöbern. Schau mir beim Schreiben über die Schulter, gönn dir einen Moment, atme durch und fühl dich hier ganz zu Hause. Und wenn meine Worte etwas in dir bewegen, freue ich mich riesig, wenn wir uns in deinen Gedanken dazu begegnen
Sonntag, 31. Mai 2026
Badetag, das ist ein schöner Tag...
Donnerstag, 28. Mai 2026
Mit der "Kleenen" zu Sascha Grammel
Seit vielen Jahren begeistern mich Sascha Grammel und seine verrückte Puppen-Crew jetzt schon vor dem Fernseher – allen voran natürlich der unvergleichliche „Adler-Fasan“ Frederic Freiherr von Furchensumpf. Fast genau 12 Jahre ist es her, da packte mich das Live-Fieber und ich fuhr nach Bremen. Die Show „Hetz mich nicht“ war großartig. Die Dialoge zwischen dem brillanten Bauchredner und seinen Puppen sind auch live genial. Und es macht ihn unglaublich sympathisch, dass er das Gefühl vermittelt, manchmal selbst vor Lachen nicht weiterzukommen oder seinen Text zu vergessen. Ob das nun zum Programm gehört oder einfach passiert, spielt für mich keine Rolle – es macht die Liveshow nur noch besser.
Ein wunderbares Extra für diesen gelungenen Ausflug gab es damals obendrauf, komplett ungeplant: Direkt am Bahnhof lief mir Sascha Grammel förmlich in die Arme! Ich war viel zu perplex, um nach einem Foto zu fragen. Aber ich konnte ihm noch zurufen, dass ich am Abend in seiner Show sitze. Sein herzliches „Viel Spaß!“ hallte den ganzen Tag nach. Und Gott weiß, den hatte ich!
Als meine beste Freundin – meine „Kleene“ – mich vor Monaten fragte, ob wir zusammen zu Sascha Grammel gehen wollen, gab es für mich kein Zögern. Eigentlich bin ich überhaupt kein Typ für ewige Vorplanung, ich lebe lieber im Moment. Doch bei Sascha weiß man: Wer zu spät kommt, den bestraft das ausverkaufte Haus. Die Karten mussten also früh her.
Gestern war es nun endlich so weit.
Schon beim Schreiben meiner ersten Gedanken merkte ich, wie die Vorfreude von Minute zu Minute stieg. Es ist diese ganz besondere Vorfreude auf ein Stück unbeschwerte Kindheit. Sascha Grammel schafft es einfach, dass man den Alltag komplett vergisst. Seine Shows sind wie eine herzliche Umarmung: ein bisschen absurd, unfassbar liebevoll und so lustig, dass einem die Tränen kommen. Dass ich diesen Moment nicht alleine, sondern gemeinsam mit meiner besten Freundin teilen durfte, machte den Abend schon vorab perfekt. Mit wem könnte man schließlich besser über Frederics freche Sprüche lachen als mit ihr? Die Taschentücher für die Lachtränen waren eingepackt. Frederic, Josie und Professor Hacke: Wir waren bereit für euch!
Und der Abend verging viel zu schnell! Allein die Eröffnung mit dem „Adler-Fasan“ und seinen schottischen Vor- und Nachfahren war den Abend wert. Obwohl ich tatsächlich mehr an den „alten“ Figuren wie Josie und Frederic hänge, fand ich gerade in der heutigen Zeit den Shrimp Lasse Reden und seine Familie bis hin zu Lasse Verschwinden einfach eine sehr gelungene Wortspielerei.
Der krönende Abschluss des rundum gelungenen Programms „Wünsch dir was“, das seinem Namen alle Ehre machte, war dann die Zugabe. Ohne zu spoilern: Ich musste mir nach all den Lachtränen am Ende eine gerührte Träne verdrücken.
Danke, Sascha Grammel, für einen wunderbaren Abend!
Montag, 25. Mai 2026
Das Nickemännchen – Mehr als nur ein Spielzeug

Fragt man „Fräulein KI“, was ein Nickemännchen ist, erhält man folgende Antwort: „Ein Nickemännchen (auch Missionsspardose genannt) ist eine mechanische Spendendose, die früher häufig in Kirchen oder bei Weihnachtskrippen aufgestellt wurde.“
Für mich ist ein Nickemännchen aber etwas ganz anderes: Es ist eine der schönsten Erinnerungen aus meiner schon lang zurückliegenden Kindheit.
Mein Vater arbeitete viel, und in seiner Freizeit bewirtschaftete er unseren Garten – wir waren damals das, was man heute „Selbstversorger“ nennt. Doch oft nahm er sich an Sonntagen die Zeit, mit uns Kindern einen Spaziergang zu unternehmen.
Manchmal, wenn wir unterwegs waren, hockte er sich einfach ins hohe Gras. Ich saß dann auf seinem Bein, vergaß die Welt um mich herum und konzentrierte mich ganz auf das, was er tat. Mit seinem Taschenmesser schnitt er einen hohlen Stängel vom Bärenklau ab und erklärte mir dabei die Unterschiede zum deutlich giftigeren Riesenbärenklau. Er kürzte ihn auf Handlänge und setzte etwa zwei Zentimeter unter dem oberen Ende einen ganz feinen Schnitt – gerade so, dass der „Kopf“ einknicken konnte, ohne abzubrechen.
Dann pflückte er Butterblumen (den Scharfen Hahnenfuß-der wie ich heute weiß auch giftig ist) mit ihren langen, stabilen Stielen und schob sie vorsichtig durch das hohle Rohr des Bärenklaus. Je nach dessen Dicke nahm er auch zwei oder drei Blumen auf einmal, damit das Köpfchen richtig voll aussah und die Blüten beim Nicken fröhlich durcheinander wippten. Und dann kam der Zauber: Wenn man unten an den Blumenstielen leicht schob, knickte der Stängel an der eingeschnittenen Stelle ein. Es sah aus, als würde das „Pflanzenmännchen“ mir zunicken, und die gelben Blüten wirkten dabei wie Löckchen auf seinem Kopf.
Ich stelle mir gern vor, dass mein Vater dies von seinem Vater gelernt hat. Er erzählte wenig aus seiner Kindheit, aber ich wusste, dass die beiden oft auf dem Pferdefuhrwerk in Wald und Feld unterwegs waren.
Die Lebensdauer eines Nickemännchens war kurz, doch ich hatte meine Freude daran, mit meinen Gefährten durch die Gegend zu ziehen, ihnen Geschichten zu erzählen und sie nicken zu lassen, wann immer ich nach ihrer Zustimmung verlangte.
Ich habe heute noch einmal erklärender Weise ein solches Nickemännchen gebaut und dabei sind all die schönen Erinnerungen in mir wach geworden.
Mit dem Wissen von heute, würde ich aber auf jeden Fall zu Papierstrohhalm und Gänseblümchen oder einem anderen ungiftigen Blümchen greifen um einen unbedenkliche Version für Kinder oder Enkel zu basteln.
Eure Marion
Sonntag, 24. Mai 2026
Grüne-Radieschen-Suppen-Zeit
Heute Morgen war es endlich so weit: Ich konnte die ersten Radieschen aus meinem Mini-Hochbeet ernten. Was gäbe es Passenderes für ein Pfingstsonntagsfrühstück als ein frisches Vollkornbrot mit Frischkäse, knackigen Radieschen und Schnittlauch?
In meinem elterlichen "Selbstversorgerhaushalt" wurde früher alles verwertet oder an die Tiere verfüttert; weggeworfen wurde so gut wie nichts. Daher weiß ich auch das Radieschenkraut der morgendlichen Ernte zu nutzen. Das Ergebnis: Eine feine Radieschensuppe zum Mittagessen. Für mich ist das eine besondere saisonale Köstlichkeit, da ich ausschließlich das Grün aus dem eigenen Hochbeet verwende, weil ich dann ganz sicher weiß, dass die Pflanzen nicht irgendwie behandelt worden sind.
Erfahrungsgemäß ist genau jetzt die beste Zeit für Radieschen. Später im Sommer werden sie oft schwierig. Das liegt in ihrer Natur: Radieschen sind Langtagpflanzen. Wenn die Tage länger werden und die Hitze zunimmt, geraten sie unter Stress – genau wie ich übrigens auch – und wollen nur noch schnell blühen. Statt zarter Knollen bekommt man dann oft holzige, pelzige oder extrem scharfe Ergebnisse.
Ein Schlaukopf erzählte mir neulich, dass ein Quadratmeter Radieschen während der gesamten Wachstumsperiode etwa 60 Liter Wasser benötigt - das hole ich aus dem nahen Bach. 💪 Ob die Zahl exakt stimmt, weiß ich nicht, aber eines ist sicher: Bei Trockenheit müssen sie kräftig gegossen werden. Um meine Radieschenzeit in die Länge zu ziehen, werde ich wohl bald mal die Sorte „Sora“ ausprobieren, die als besonders hitzebeständig gilt.
Rezepte für Radieschengrün-Suppe gibt es im Netz zuhauf, aber die Kombination mit Karotten sieht man selten. Dabei ergänzen sie sich perfekt: Während Kartoffeln für die sämige Bindung sorgen, balanciert die Süße der Karotten die leichte Bitterkeit des Grüns wunderbar aus.
So bereite ich sie zu:
1. Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen.
2. Kartoffeln und Karotten dazugeben und in Gemüsebrühe kochen.
3. Erst ganz zum Schluss das gewaschene Radieschenkraut hinzufügen.
4. noch etwas kochen lassen, fein pürieren und mit Salz sowie Muskat abschmecken.
Gerade der Muskat kitzelt das erdige Aroma des Krauts so richtig wach. Liebe ich auch bei Spinat. Verfeinert mit einem Klecks Kräuterfrischkäse und garniert mit frischem Schnittlauch und Radieschenstückchen ist es die perfekte Mahlzeit.
☀️ Mein Tipp für heiße Tage: Trotz der 30 Grad heute ist die Suppe ideal, denn sie schmeckt auch lauwarm oder kalt hervorragend – fast wie eine grüne Gazpacho!
Sonntag, 17. Mai 2026
Mit Herzchen in den Augen
Nur das Rauschen der Wellen, das Geschrei der Möwen, die sich um einen Fisch balgen und die knirschenden Schritte von Dogmum im feuchten Kies. Ich spüre noch genau das angenehme Pieksen der Steinchen unter meinem Fell, wenn ich mich genüsslich darin wälze
Aber an das Gezeter und Gezanke der Seemöwen – daran werde ich mich wohl nie gewöhnen, egal wie viel britisches Blut in meinen Adern fließt.
Wenn ich das nächste Mal in England bin, werde ich auf jeden Fall eine Schnüffelrunde durch den Windsor Park machen. Wer weiß, vielleicht läuft mir das süßeste Mädchen im Hundeuniversum über den Weg.
Bis dahin träume ich hier auf der Couch einfach weiter – von der salzigen Meeresluft, Wikinger-Abenteuern und natürlich von einer ganz bestimmten Prinzessin in Windsor. Aber verratet mich nicht bei den Ladys in der Nachbarschaft! Ein Charmeur wie ich hat schließlich einen Ruf zu verlieren,
Macht es Euch gemütlich,
Euer Floki
Badetag, das ist ein schöner Tag...
Was singt sie da eigentlich vor sich hin? Das frage ich mich, während ich auf meiner neuen Kühldecke auf der Rücksitzbank döse. Ich liebe ...
-
Es ist verrückt, aber bei mir läuft irgendwie immer alles anders. Zum Glück war mein Sohn als Zeuge dabei, sonst könnte man mich glatt für...
-
Es ist wieder die Zeit, in der Wiesen und Wegränder mit Himmelschlüsselchen übersät sind. Auf meinen täglichen Hunderunden komme ich an...
-
Während „Dogmum“ (den Namen "Frauchen" mag sie gar nicht) den Weg zur Arbeit als einen entspannten Morgenspaziergang ansieht, um...










