Herzlich Willkommen

Mittwoch, 4. November 2026

Jetzt veröffentlicht sie noch ein Buch …

 


Ja, tatsächlich. Schon wieder eins. 😏

Man könnte meinen, ich hätte nichts Besseres zu tun.

Dabei ist Schreiben genau das, was ich am liebsten tue, wenn ich eigentlich was anderes tun muss. Meine gemütliche Abendbeschäftigung, mein Hobby und manchmal auch meine kleine Flucht aus einem Alltag, der nicht immer so gemütlich ist, wie ich ihn gern hätte.

Und ehrlich gesagt habe ich es dabei ziemlich gut getroffen.

Ihr ahnt ja gar nicht, wie schön ich es dort habe

Wenn mir danach ist, besuche ich die grüne Hexe Hortensia auf einen Tee in Blütenflecken. Ich schaue in der Kinderkate in Skriptoria vorbei, erkunde Solaria, die Hauptstadt meiner Welt Solandra, oder begleite Mina und Floki ein Stück auf ihren Wegen.

Manchmal möchte ich aber auch überhaupt nichts erkunden.

Dann strecke ich meine müden Beine vor dem knisternden Kaminfeuer im Backsteinhaus in Eichenfelde aus und trinke einen Kaffee mit meiner liebsten Freundin Clara.

Und während draußen die Welt macht, was sie eben so macht, habe ich es dort ausgesprochen gemütlich.

Ich glaube, viele Menschen unterschätzen, wie schön es sein kann, sich beim Schreiben eine Welt zu erschaffen, in die man selbst jederzeit zurückkehren darf.

Nicht, weil dort immer alles perfekt wäre. Das ist es in meinen Geschichten schließlich auch nicht.

Aber ich kenne die Wege. Ich kenne die Menschen. Und ich weiß, wo es guten Tee gibt. 😉

Und dann soll man das alles auch noch vermarkten

Natürlich freue ich mich, wenn jemand meine Bücher kauft. Noch mehr freue ich mich, wenn jemand sie liest und sich dort genauso wohlfühlt wie ich.

Aber rund ums Bücherschreiben gibt es inzwischen eine ganze Menge Dinge, die mit dem eigentlichen Schreiben erstaunlich wenig zu tun haben.

Reichweite. Sichtbarkeit. Follower. Verkaufszahlen. Marketingstrategien.

Man könnte vermutlich den ganzen Tag damit verbringen, anderen Menschen zu erklären, warum sie unbedingt das eigene Buch lesen sollten.

Nur käme ich dann selbst nicht mehr zum Schreiben.

Und irgendwann würde ich vielleicht sogar in Blütenflecken bei Hortensia sitzen und überlegen, wie ich ihre Teestube am besten vermarkten könnte.

Nein, danke. Obwohl, ganz so einfach war das nicht. Eine Zeit lang hatte es mich selbst ziemlich gepackt. Ich habe täglich nach den Verkaufszahlen geschaut und mich geärgert, wenn wieder nichts passiert war. Bis ich irgendwann darüber nachgedacht habe, was ich da eigentlich mache.

Ich möchte doch nicht, dass aus meinen Lieblingsorten Verkaufsflächen werden.

Meine Bücher dürfen gern Leser finden. Sehr gern sogar. Aber die Freude am Schreiben möchte ich dafür nicht eintauschen.

Der Pendobus fährt weiter

Jetzt ist also auch Band 2 fertig: Unter den Dächern von Skriptoria.

Und damit darf diese Geschichte hinaus in die Welt.

Nicht, weil ich Skriptoria leid wäre. Ganz im Gegenteil. Ich habe dort gern meine Zeit verbracht.

Aber irgendwo warten neue Wege, neue Begegnungen und Orte, die ich selbst noch nicht kenne.

Und ich bin neugierig.

Das Schöne am Schreiben ist nämlich, dass ich weiterreisen kann, ohne die Orte hinter mir wirklich verlassen zu müssen.

Wenn ich irgendwann nicht mehr weiß, wohin mein Weg führt, kann ich zurückkehren.

Vielleicht setzt Hortensia gerade Tee auf. Vielleicht wartet Clara schon mit einer Kanne Kaffee am Kamin.


Oder ich steige einfach in den Pendobus.

Dort gibt es gemütliche Sitzplätze, warme Decken und nette Gesellschaft. Floki findet bestimmt irgendwo ein Plätzchen, und während draußen die Landschaft vorbeizieht, kann ich überlegen, wohin es als Nächstes gehen soll.

Ich schicke meine Geschichten hinaus in die Welt, damit ich weiterreisen kann. Und wenn ich den Weg einmal nicht mehr weiß, nehme ich mein rotes Tuch um die Schultern und schon bin ich am Ort meiner Wünsche.

Eigentlich habe ich es ziemlich gut, oder?

Und wenn jemand Lust hat mitzukommen: Im Pendobus ist bestimmt noch ein Platz frei. ❤️🐾

Mari Thale – Mina & Floki auf Weltenwanderung

Montag, 12. Oktober 2026

Take the long way home



Bei Regen können wir unseren Heimweg von der Arbeit locker in 15 Minuten schaffen, aber wenn das Wetter so schön ist wie heute, können daraus auch gern mal eine oder sogar zwei Stunden werden.
                 


Wenn Dogmum gute Laune hat, lässt sie mich auch gern mal die Route bestimmen!

Das nutze ich natürlich aus und freue mich besonders, wenn sie sich die komischen roten Früchte anschaut (nebenbei: schmecken überhauptnicht) und zum Fotografieren stehen bleibt, denn das ist SCHNÜFFELZEIT. Als clevere Spürnase nehme ich auch gern mal einen Abzweig mehr als nötig.




Ich will Euch gar nicht so viel zutexten, genießt einfach den Blick durch Dogmums Handykamera.



Irgendwann waren wir tatsächlich dann zu Hause. Was für ein schöner Nachmittag!


 


Pfotenklatscher 


    Euer Floki




Dienstag, 22. September 2026

Letzter Walzer äh Wälzer der Saison

Seht ihr es - das Grün des Sommers ist noch nicht ganz vergangen, auch wenn der Herbst schon auf der Leiter steht! Die Sonne scheint und ein leichter Wind weht mir schon das erste Laub um meine Buddelnase.

Aber der Sommer ist offiziell noch nicht beendet, denn es fehlt noch:

 

Der letzte Wälzer der Saison! - Ich mache immer den letzten Wälzer der Saison.
 
So schnüffle ich mich meinen Lieblingspfad entlang. Wir haben Zeit, immerhin haben wir unseren Arbeitstag schon hinter uns. 
 
Was ist das? 
Raschelnde braune Blätter und Kastanien? 
Dogmum stopft sich ein paar in die Tasche. Kann man die essen? 
Und die grüne Dinger? Also Igel kenne ich, die rennen weg, wenn ich komme, aber die hier bleiben mutig liegen und pieken mich einfach in die Nase.  

Was sagt man dazu? 
Eine gute Stunde später liege ich auf meiner Decke und muss mich erstmal erholen. Ich sags Euch, meine Nase kribbelt immernoch! 
Hab einen schönen Herbst und lasst euch nicht von den fiesen Stacheltieren erwischen! 
 
Euer Floki 
 
 



 

Mittwoch, 16. September 2026

Einmal Cornwall und zurück

Wenn man das Meer liebt, so wie ich, kann man stundenlang am Strand sitzen und einfach nur auf die Wellen schauen. Das Rauschen der Brandung, das Kreischen der Möwen, der Wind im Gesicht und vielleicht noch einen Kaffee in der Hand.

 Und manchmal liegen zwischen beidem gerade einmal ein paar Minuten.

Eben noch blauer Himmel und Sonnenschein, kurz darauf ziehen die Wolken wieder übers Meer. Cornwall scheint sich gelegentlich einfach nicht entscheiden zu können. Das Meer funktioniert bei Sonne genauso gut wie unter grauen Wolken. 

 
 

Wobei ich zugeben muss: Wenn die Sonne dann doch einmal durch die Wolken blitzt und diese wohlige Wärme auf der Haut hinterlässt, ist Cornwall gleich noch ein bisschen schöner. Und mit etwas Mut kann man es sogar wagen, eine Runde schwimmen zu gehen. Das Wasser ist schon kalt, aber nach einigen kräftigen Schwimmbewegungen erfrischend. Sehr erfrischend.

Meine Woche in Cornwall war keine Reise voller Sehenswürdigkeiten, Ausflüge und abgehakter Must-sees. Eigentlich war sie ziemlich unspektakulär. Und vielleicht gerade deshalb so schön.

Viel Zeit am Strand. Sand unter den Füßen, Wind in den Haaren und dieses gleichmäßige Rauschen der Wellen im Hintergrund. Mal ein bisschen Sonne, mal Wolken und zwischendurch natürlich die Frage, ob es wohl gleich regnen wird. Schließlich sind wir in England.

Meine Sprachkenntnisse bestehen hauptsächlich aus Zuhören und einigermaßen Verstehen. Beim Sprechen dagegen gehören freundliches Nicken und ein paar strategisch platzierte englische Wortbrocken zu meinen größten Talenten. Erstaunlicherweise kommt man damit ziemlich weit. 

Vielleicht liegt das auch an den Menschen hier. Ich habe sie als unglaublich offen, freundlich und hilfsbereit erlebt. Selbst wenn mir die passenden Worte fehlten, hatte ich nie das Gefühl, dass das ein Problem wäre. Ein Lächeln, ein paar Worte, ein bisschen Gestikulieren – irgendwie versteht man sich dann doch.

Und dann ist da natürlich die Landschaft.


Auf dem Weg von einer Bucht zur nächsten eröffnen sich immer wieder Ausblicke, bei denen man automatisch stehen bleibt. Schroffe Küsten, grüne Hänge und darunter das Meer, das je nach Wetter irgendwo zwischen tiefem Blau, Grau und Türkis wechselt. Wege führen bergauf und wieder hinunter, hinter der nächsten Kurve wartet die nächste kleine Bucht und man möchte eigentlich ständig die Kamera herausholen.

Wobei Cornwall auch für die Verpflegung unterwegs sorgt. Am Wegesrand wachsen im Spätsommer überall Brombeeren. Dunkel, süß und direkt vom Strauch vermutlich sowieso viel besser als alles, was man im Supermarkt kaufen könnte. Wandern mit eingebauter Snackstation – gefällt mir.

Überhaupt waren es in dieser Woche weniger die großen Erlebnisse, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Es waren diese kleinen Cornwall-Momente: barfuß durch den Sand laufen. Noch einmal zum Meer schauen, obwohl man eigentlich längst weitergehen wollte. Die Sonne genießen, solange sie gerade da ist. Eine Brombeere vom Strauch pflücken. Den Wind hören. Und feststellen, dass man erstaunlich wenig braucht, um einen Tag schön zu finden.

Vielleicht muss eine Reise auch gar nicht immer daraus bestehen, möglichst viel zu sehen.

Manchmal reicht es, eine Woche lang ein bisschen langsamer zu werden.

Und sehr viel aufs Meer zu schauen.

und eine schöne Zeit zu haben.  

Herzlichst Granny Marion


 



 

Samstag, 15. August 2026

Nur noch 1 übrig. Ich wollte doch nur Wolle kaufen

Es fing alles ganz harmlos an. Ich wollte Wolle kaufen.

Dreihundert Gramm. Weinrot – handgefärbt – ein bisschen changierend. Merino. Nicht pink. Nicht lila. Nicht Feuerwehrrot. Weinrot.

Man sollte meinen, das sei zu schaffen.

Aber vielleicht sollte ich von vorne anfangen.

Ich habe ein Buch geschrieben. In diesem Buch gibt es ein magisches Tuch. Meine Protagonistin findet es halb fertig im Wald. Drei feine Linien laufen durch das Gestrick – gerade eben sichtbar, aber deutlich zu fühlen. Ihre Aufgabe ist es, das Tuch zu vollenden. Die drei Linien müssen zusammenfinden, und die Lösung ist ein keltischer Knoten. Als sie das Tuch fertig gestrickt hat, legt sie es sich um die Schultern. Und landet in Solandra.

So weit, so gut.

Nur findet mein Buch seine Leser gerade nicht so recht. Das macht mich traurig, denn ich mag dieses Buch. Sehr sogar. Also habe ich irgendwann beschlossen, etwas zu ändern.

Nicht am Buch.

An mir.

Solandra sollte wieder das werden, was es ursprünglich einmal war: mein Lieblingsort.

Und dann hatte ich eine Idee. Ich stricke das Tuch. Nicht irgendein Tuch, das ungefähr so aussieht wie das im Buch. Nein. Wenn schon, denn schon. Ich wollte das echte Solandra-Tuch. Mit den drei feinen Linien. Mit dem Knoten. Mit allem.

Es gab nur ein winziges Problem:

Das Muster existierte nicht.

Also fing ich an, es zu erfinden.

Ich strickte Maschenproben. Ich probierte Linien aus. Ich verwarf sie wieder. Ich versetzte Hebemaschen und stellte fest, dass das überhaupt nicht so aussah, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich überlegte, ob man ein Gestrick so formen kann, dass eine Linie ihre Richtung ändert, ohne dass man die Linie selbst verändert. Das war schon fast Mathematik. Meine Achtung vor Strickdesignern stieg beträchtlich.

Irgendwann hießen die drei Stränge A, B und C. Dann AA, BB und CC.

Zwischendurch wussten weder die Linien noch ich, wer eigentlich über wem lag.

Zum Glück bin ich Buchhalterin.

Es wurde gekreuzt, gerechnet, geribbelt, neu gestrickt und wieder gekreuzt. Ein regelmäßiger Zopf war zu brav. Also bekam der Knoten unterschiedliche Abstände zwischen den Kreuzungen.

Lang. Kurz. Lang. Kurz.

Plötzlich lag er da.

Der Solandra-Knoten.

Ich habe die Probe abgekettet, gewaschen und beschlossen, sie als Lesezeichen in mein Buch zu legen.

Dann begann ich mit dem Tuch. Ich strickte. Ich rechnete. Ich ribbelte (mehrfach). Ich strickte neu.

Ich stellte fest, dass drei Linien, die zu einer Spitze laufen sollen, vielleicht von Anfang an in Richtung dieser Spitze laufen müssen. Eine Erkenntnis, die rückblickend erstaunlich einleuchtend erscheint.

Also noch einmal.

Inzwischen habe ich einen Prototyp. Ich teste sogar, ob ich die drei Linien ganz leicht in Wellen verlaufen lassen kann, ohne auch nur eine einzige der Hebemaschen zu versetzen.

Ich möchte ausdrücklich festhalten:

Irgendwann war klar, wie das endgültige Tuch aussehen sollte.

Lang. Flach. Etwa 1,90 Meter. Symmetrisch. Drei kaum sichtbare Linien bis zur Mitte. Ein keltischer Knoten als Linie über die zweite Hälfte. Und dunkelweinrot.

Ich brauchte nur noch Wolle. Dreihundert Gramm.

Das kann ja nicht so schwer sein.

Ich fand die perfekte Wolle.

Handgefärbte Merinowolle. Ein tiefes Rot, das in dunkle Bordeaux- und beinahe schwarze Töne hineinläuft. Nicht bunt. Nicht knallig. Einfach dieses tiefe, lebendige Rot, bei dem ich sofort wusste:

Das ist Solandra.

Ich sah auf den Preis, auf die Lauflänge und rechnete. Drei Stränge. Perfekt.

Dann las ich:

Nur noch 1 übrig.

Natürlich.

Seitdem suche ich weinrote Wolle.

Vermutlich kennt ihr auch das Gefühl, wenn man genau das gefunden hat, was man gesucht hat und es dann nicht bekommt.

Ich finde keine dreihundert Gramm von genau diesem tiefen, dunklen, lebendigen Weinrot.

Und langsam fühle ich mich wie Julia Roberts in Pretty Woman.

Nur ohne das Kleid. Und ohne Rodeo Drive. Und mit Stricknadeln.

Ich stehe metaphorisch mit meinem Geld in der Hand vor der Wollwelt und möchte sagen:

„Hallo. Ich würde sehr gerne dreihundert Gramm Ihrer Ware erwerben.“

Aber die Wollwelt will mir nichts verkaufen.

Das Faszinierende daran ist:

Ich habe einen Roman geschrieben, ihn selbst formatiert und veröffentlicht.

Ich habe beschlossen, das magische Tuch daraus in die reale Welt zu holen.

Ich habe gelernt, wie man ein Tuch konstruiert.

Ich habe einen eigenen Knoten entwickelt – den es bestimmt schon irgendwo gibt.

Ich habe herausgefunden, wie man drei gestrickte Linien ihre Richtung ändern lässt, ohne die Linien selbst zu versetzen.

Aber dreihundert Gramm dunkelweinrote Wolle? Nicht zu finden.

Offenbar Magie.

Vielleicht passt das sogar.

Schließlich handelt es sich um das Solandra-Tuch.

Aber eines Tages werde ich sie finden.

Drei Stränge.

Handgefärbt, in verschiedenen dunklen Rottönen – mit ein bisschen Braun.

Dann werde ich das echte Tuch stricken, es mir um die Schultern legen und vermutlich leider nicht nach Solandra verschwinden.

Aber träumen ist immer erlaubt. 

 

UPDATE (19.09.2026): da ist sie (und die Farbe auf dem Foto wird dem Original leider nicht im Ansatz gerecht. Sie ist einfach genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe!! (Ein bisschen dünner- aber das macht nichts) 





 

Freitag, 31. Juli 2026

Wenn aus einer Geschichte ein Buch wird


Es gibt Augenblicke im Leben, die kann man auch Tage später noch nicht richtig begreifen.

So geht es mir gerade. Im April habe ich diesen Blog begonnen.

Eigentlich wollte ich nur schreiben. 

Über Floki, über kleine und große Alltagsmomente und über Dinge, die das Leben ein bisschen schöner machen.

 Beim Aussuchen von Fotos fand ich auf meinem Handy eine Notiz – diktiert am Neujahrsmorgen 2026 während eines Spaziergangs über die Feenwiese und beinahe vergessen. Sie ließ mich nicht mehr los und wurde der Anfang einer Geschichte.

Und irgendwo zwischen Stricken, Lesen und den Spaziergängen mit Floki spann ich sie weiter.

Zuerst nur für mich.

Doch aus dieser Geschichte wurden viele Seiten. Aus vielen Seiten ein Manuskript.

Und plötzlich war da ein Roman.

Dass daraus nur wenige Monate später tatsächlich ein Buch werden würde, hätte ich selbst nie geglaubt.

Die letzten Wochen waren aufregend: Cover erstellen, endloses Korrekturlesen und dann KDP, Preise, Leseprobe und zum Schluss die Veröffentlichung – und zwischendurch immer wieder dieser Gedanke:

„Das kann doch alles gar nicht wahr sein.“

Und dann war es passiert.

Erst jetzt habe ich mich getraut, meiner Familie, meinen Freunden und Nachbarn davon zu erzählen.

Und es waren nicht die ersten Verkäufe, die mich so berührt haben, sondern die Glückwünsche.

Ich habe schon immer kleine Geschichten geschrieben und von einem eigenen Buch geträumt.

Für mich steckt hinter den letzten Monaten eine ganz besondere Reise. Ich habe viel über das Schreiben gelernt und über das Handwerk dahinter, die Möglichkeiten mit kleinem Budget ein Buch zu gestalten. 

Ihr glaubt nicht, wie viele zähe Minuten vergingen, bis ich endlich den Mut fand, auf „Veröffentlichen“ zu klicken.

Wenn ihr neugierig geworden seid, findet ihr „Jenseits der Feenwiese – Eine Solandra-Geschichte“ jetzt bei Amazon.

Ich wünsche mir von Herzen, dass Mina, Floki und Solandra euch ein paar Stunden schenken, in denen ihr einfach durchatmen, schmunzeln und den Alltag für eine Weile vergessen könnt.

Herzlichst 

Eure Marion 

Sonntag, 31. Mai 2026

Badetag, das ist ein schöner Tag...

 Was singt sie da eigentlich vor sich hin? Das frage ich mich, während ich auf meiner neuen Kühldecke auf der Rücksitzbank döse. Ich liebe Autofahren! Hier im neuen weißen Flitzer bin ich jetzt auch ganz offiziell an Bord: Ein Hundepfoten-Tattoo prangt auf der rechten Seite des Kotflügels. Den Begriff habe ich neulich bei einem ihrer langen Telefonate aufgeschnappt.
Natürlich konnte ich mir „Kotflügel“ sofort merken. Es erinnert mich einfach zu sehr an die grünen Tüten, die Dogmum immer zückt, wenn ich ... na, ihr wisst schon. 💩
Aber zurück zu ihrem Gesang. Was immer sie da trällert – sofern „Singen“ überhaupt der richtige Ausdruck ist –, es klingt irgendwie anders als das, was sonst aus dem Radio kommt. Mich erinnert es eher an das Gejaul des Dobermann-Mädchens von nebenan (übrigens eine ganz Hübsche, aber sooo groß!), wenn sie mal wieder allein zu Hause ist.
Egal! Das Wort „Badetag“ in Verbindung mit Autofahren nach einem anstrengenden Bürotag kann nur eines bedeuten: Wir fahren in den Klosterpark! 🌳💦
Die Hitze draußen ist auf meiner Kühldecke zwar erträglich, aber auf heißem Asphalt in der prallen Sonne die Nachmittagsrunde zu gehen, ist ein absolutes No-Go – sowohl für mich als auch für das andere Ende der Leine.
Im Klosterpark angekommen, spüren wir sofort die angenehm kühle Luft unter den dicken, alten Bäumen. Dogmum murmelt was von alten Eichen, Buchen, Eschen und Kastanien, während ich mich einfach nur über den riesigen Schatten freue.

Sie kennt meinen absoluten Lieblingsplatz und wir steuern direkt auf ihn zu. Na ja, „direkt“ ist eher die grobe Wegbeschreibung, denn ein Cocker Spaniel muss natürlich alle „Randnotizen“ auf dem Weg erst einmal gründlich aufnehmen. Hier ist so viel los, dass ich meine Nase zwischendurch mit einem kräftigen Nieser erst einmal freipusten muss!
Der Moment, in das kühle Nass der Weende zu sinken, ist einfach unbeschreiblich. Dogmum behauptet, man könne die pure Freude in meinem Gesicht sehen. Bin ich wirklich so durchschaubar? 🐾🌊
 
Eine gemütliche Runde vorbei am Wasserfall
 mit unendlicher Schnüffelzeit – hier hat sie es zum Glück nie eilig – 
 und einer Kneipp-Wasser-Tretstrecke für uns beide am hinteren Ende des Parks 
führt uns nach einer Stunde wieder zum Auto.
Eine Stunde Paradies. 
 
Davon kann ich nun den ganzen Nachmittag auf meinem gemütlichen Platz in unserer kühlen Erdgeschosswohnung träumen... 🐕💤


Jetzt veröffentlicht sie noch ein Buch …

  Ja, tatsächlich. Schon wieder eins. 😏 Man könnte meinen, ich hätte nichts Besseres zu tun. Dabei ist Schreiben genau das, was ich am lieb...