Warum ich heute die Perfektion gekündigt habe
Eigentlich hätte dieser Blogpost schon vor drei Jahren online gehen sollen. Er lag fertig in meinem Kopf, direkt neben dem Rezept für das perfekte Sauerteigbrot und dem dritten Kapitel meines Buches (das ich übrigens seit 15 Jahren schreibe).
Aber wisst ihr, was das Problem war? Es war nie „gut genug“.
Ich saß hier mit meiner dampfenden Tasse Kaffee und dachte: „Wer braucht noch einen Blog über Hunde, wenn er nicht von einem Profi-Trainer kommt? Wer will über einen gestrickten Pullover lesen, der in Reihe 12 einen kleinen Schönheitsfehler hat? Und wer interessiert sich für Rezepte von jemandem, der beim Kochen lieber nach Gefühl als nach Gramm arbeitet?“
Also habe ich gewartet. Auf den Moment, in dem ich „fertig“ bin. Auf den Moment, in dem ich Expertin für irgendetwas werde.
Heute, nach einer Stunde im Wind auf dem Feld – der Hund hat glücklich im Schlamm gewühlt, während ich vergeblich versucht habe, meine Gedanken in eine ordentliche Reihe zu bringen – ist mir etwas klargeworden: Die schönsten Momente in meinem Leben sind die, die keinen Stern gewinnen würden.
Dieser Blog ist für diese Momente. Er ist für die Menschen, die abends zu müde für einen harten Thriller sind und die keine Lust mehr auf die „Höher-Schneller-Weiter“-Welt da draußen haben.
Hier wird es Geschichten geben:
- Über Pullover, die mit Stolz getragen werden, auch wenn eine Masche mal aus der Reihe tanzt.
- Über das Buch, das vielleicht nie im Laden stehen wird, aber dessen Charaktere sich in meinem Kopf wie alte Freunde anfühlen.
- Über Spaziergänge, bei denen ich dem Hund nichts beigebracht habe, er mir aber eine Menge über Gelassenheit.
- Über Ausflüge und Reisen mit besonderen Momenten und den Pannen, die das Leben so bereithält.
Ich lade euch ein, ein Stück mitzugehen. Nicht, weil ich weiß, wie man alles richtig macht. Sondern weil es so viel schöner ist, gemeinsam über die kleinen Stolpersteine des Alltags zu lächeln, als alleine vor einem perfekt retuschierten Leben zu sitzen.
Nehmt euch einen Kaffee Er muss nicht perfekt gebrüht sein – Hauptsache, er ist heiß und wir sind hier.
Alles Liebe, Eure Marion
Echt. Herzlich. Und immer mit einem
Augenzwinkern.
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