Herzlich Willkommen

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Sonntag, 31. Mai 2026

Badetag, das ist ein schöner Tag...

 Was singt sie da eigentlich vor sich hin? Das frage ich mich, während ich auf meiner neuen Kühldecke auf der Rücksitzbank döse. Ich liebe Autofahren! Hier im neuen weißen Flitzer bin ich jetzt auch ganz offiziell an Bord: Ein Hundepfoten-Tattoo prangt auf der rechten Seite des Kotflügels. Den Begriff habe ich neulich bei einem ihrer langen Telefonate aufgeschnappt.
Natürlich konnte ich mir „Kotflügel“ sofort merken. Es erinnert mich einfach zu sehr an die grünen Tüten, die Dogmum immer zückt, wenn ich ... na, ihr wisst schon. 💩
Aber zurück zu ihrem Gesang. Was immer sie da trällert – sofern „Singen“ überhaupt der richtige Ausdruck ist –, es klingt irgendwie anders als das, was sonst aus dem Radio kommt. Mich erinnert es eher an das Gejaul des Dobermann-Mädchens von nebenan (übrigens eine ganz Hübsche, aber sooo groß!), wenn sie mal wieder allein zu Hause ist.
Egal! Das Wort „Badetag“ in Verbindung mit Autofahren nach einem anstrengenden Bürotag kann nur eines bedeuten: Wir fahren in den Klosterpark! 🌳💦
Die Hitze draußen ist auf meiner Kühldecke zwar erträglich, aber auf heißem Asphalt in der prallen Sonne die Nachmittagsrunde zu gehen, ist ein absolutes No-Go – sowohl für mich als auch für das andere Ende der Leine.
Im Klosterpark angekommen, spüren wir sofort die angenehm kühle Luft unter den dicken, alten Bäumen. Dogmum murmelt was von alten Eichen, Buchen, Eschen und Kastanien, während ich mich einfach nur über den riesigen Schatten freue.

Sie kennt meinen absoluten Lieblingsplatz und wir steuern direkt auf ihn zu. Na ja, „direkt“ ist eher die grobe Wegbeschreibung, denn ein Cocker Spaniel muss natürlich alle „Randnotizen“ auf dem Weg erst einmal gründlich aufnehmen. Hier ist so viel los, dass ich meine Nase zwischendurch mit einem kräftigen Nieser erst einmal freipusten muss!
Der Moment, in das kühle Nass der Weende zu sinken, ist einfach unbeschreiblich. Dogmum behauptet, man könne die pure Freude in meinem Gesicht sehen. Bin ich wirklich so durchschaubar? 🐾🌊
 
Eine gemütliche Runde vorbei am Wasserfall
 mit unendlicher Schnüffelzeit – hier hat sie es zum Glück nie eilig – 
 und einer Kneipp-Wasser-Tretstrecke für uns beide am hinteren Ende des Parks 
führt uns nach einer Stunde wieder zum Auto.
Eine Stunde Paradies. 
 
Davon kann ich nun den ganzen Nachmittag auf meinem gemütlichen Platz in unserer kühlen Erdgeschosswohnung träumen... 🐕💤


Sonntag, 17. Mai 2026

Mit Herzchen in den Augen



Neulich liege ich mal wieder herrlich faul neben Dogmum auf dem Sofa. Während sie sich durch YouTube klickt, erblickt mein halb offenes Auge plötzlich das hübscheste Mädchen der Welt. Nein, ich meine nicht die Prinzessin Charlotte, sondern die wunderschöne Cocker-Dame in ihrem Arm.„Wie sie wohl heißen mag?“ denke ich mit Herzchen in den Augen, die man zum Glück nicht sehen kann. Ich sehe Dogmum fragend an. Als hätte sie meine geheimsten Gedanken erraten, sagt sie: „Ach schau mal, die Royals haben auch einen schwarzen Cocker Spaniel. Das ist Orla.“
 Orla. Der Name klingt wie Musik in meinen Ohren. Gut, dass Dogmum so neugierig ist, denn so erfahre ich, dass er aus dem Gälischen stammt und „Goldene Prinzessin“ bedeutet. Wie passend für eine so edle Erscheinung! Aber mein Name ist ja auch nicht schlecht. Schließlich bin ich nach einem mutigen Wikinger benannt – dem legendären Schiffbauer und Entdecker.
Während auf dem Bildschirm schon längst ein Reisebericht über Schlösser und Burgen flimmert, versinke ich in Tagträumen. Ich frage mich, ob wir irgendwo in den Tiefen unseres Stammbaums gemeinsame Vorfahren haben. Schließlich ist England das Land meiner Wurzeln – die Heimat des English Cocker Spaniels, denke ich nicht ohne Stolz.
Zwar bin ich nicht unbedingt ein Jäger, der jede Waldschnepfe aufspüren würde, aber ich bin ein perfekter Schnüffler, der auch Miss Marple bestens assistieren könnte. Jede Hecke, jeder Grashalm und jeder Stein in meiner Ahnenheimat birgt sicher eine Geschichte, die erschnüffelt und erzählt werden sollte.
Wie aus dem Nichts kommen die Erinnerungen an unseren Urlaub an Englands Küste. Ich sehe die lange Fahrt vor mir – ich liebe Autofahren! Ich höre das Rumpeln und Scheppern im Autozug, der sich sicher durch den Eurotunnel schiebt, während tief über uns die Wellen des Kanals peitschen. Und dann endlich: die endlosen Spaziergänge am Meer bei Ebbe, vor allem bei Sonnenaufgang.

  

Nur das Rauschen der Wellen, das Geschrei der Möwen, die sich um einen Fisch balgen und die knirschenden Schritte von Dogmum im feuchten Kies. Ich spüre noch genau das angenehme Pieksen der Steinchen unter meinem Fell, wenn ich mich genüsslich darin wälze

Aber an das Gezeter und Gezanke der Seemöwen – daran werde ich mich wohl nie gewöhnen, egal wie viel britisches Blut in meinen Adern fließt. 


Wenn ich das nächste Mal in England bin, werde ich auf jeden Fall eine Schnüffelrunde durch den Windsor Park machen. Wer weiß, vielleicht läuft mir das süßeste Mädchen im Hundeuniversum über den Weg. 


 

Bis dahin träume ich hier auf der Couch einfach weiter – von der salzigen Meeresluft, Wikinger-Abenteuern und natürlich von einer ganz bestimmten Prinzessin in Windsor.  Aber verratet mich nicht bei den Ladys in der Nachbarschaft! Ein Charmeur wie ich hat schließlich einen Ruf zu verlieren,

 

Macht es Euch gemütlich,

Euer Floki 








 

Sonntag, 10. Mai 2026

Neues von Floki : wir stehen jetzt spazieren!

  Hast du auch so eine „Dogmum“, die bei ihrem ersten Hund alles richtig machen möchte? Die es leider ein bisschen verlernt hat – vor lauter Videos über Hundetraining –, einfach mal im Moment zu sein, aus dem Bauch heraus zu entscheiden und das Beste aus dem Tag zu machen? Ich bin zu Beginn der Corona-Zeit bei ihr eingezogen; wenn du wissen willst, was bei uns so los ist, dann lies weiter 👀

Unsere Spaziergänge am Nachmittag sollten immer wenigstens 5 Kilometer lang sein. Zugegeben, sie hat immer schöne Runden ausgesucht: bei schlechterem Wetter über die Wiesen und am Waldrand entlang, bei Hitze erst in den Bach und dann durch den schattigen Wald. Aber es mussten für sie immer mindestens 8.000 stramme Schritte sein. Für meine Cocker-Beine bei Leinenpflicht sind das mehr als 20.000! Wenn ich dann noch frei rennen darf, mache ich fast einen Marathon.
Vor ein paar Tagen saß sie an ihrem PC – ich glaube, sie war auf Facebook unterwegs, sofern ich es von meinem Platz auf ihren Füßen aus sehen konnte. Plötzlich fing sie laut an zu lachen. Das klang ganz danach, als hätte tatsächlich wieder dieser „perfekte“ Pudel fantastische Kunststücke vorgeführt! Du weißt schon, diese Videos, in denen jede Locke sitzt, jede Pose perfekt ist und der Kerl so arrogant und selbstgefällig in die Kamera schaut, dass sich mir das Nackenfell sträubt, während er perfekte Kunststücke ausführt. Ich hab ihr mit meinem legendären Cocker-Blick tief in die Augen geschaut, um sie an die Realität zu erinnern (nämlich MICH!), aber sie hat mich nur kurz geknuddelt und auf meinen Sessel geschickt.
 
Die wahre Auflösung gab es erst ein paar Tage später. Dogmum und unsere absolute Lieblingsfreundin hatten es sich zum Frühstück gemütlich gemacht. Während die zwei es sich mit frischen Brötchen und Milchkaffee gut gehen ließen, lag ich in meiner strategisch günstigen „Krümel-Fang-Position“ unter dem Tisch. Normalerweise stelle ich meine Ohren bei Menschengesprächen auf Durchzug – es geht ja doch meistens um Dinge, die man nicht essen kann.
Doch dann fiel der Satz: „Da musste ich am PC neulich richtig laut loslachen!“ Sofort gingen meine Ohren auf Empfang.
„Ich habe endlich die Bestätigung bekommen, dass mit mir und Floki alles in Ordnung ist“, fuhr sie fort. Ich dachte mir nur: „Na, das weiß ich schon lange! Ich lese schließlich jeden Tag die Storys am Wegesrand und weiß genau, was in der Nachbarschaft so los ist.“
Aber was sie dann erzählte, veränderte unser Leben. Sie hatte ein Kurzvideo über die verschiedenen Arten von Hundespaziergängen gesehen. Und plötzlich ergab alles einen Sinn:
  1. Spazierengehen: Das war unser alter Modus. Strecke machen, stramm voran, Kilometer fressen für die Fitness-App und die Hunde-Community – der Hund muss schließlich ausgepowert werden. Sie hat schon gemerkt, dass mich das Gerenne eher gestresst hat, aber was sein muss...zieht sie durch.
  2. Spazierenstehen: MEINE Paradedisziplin! Das ist der Moment, wenn ich Minuten lang an einem einzigen Grashalm klebe und sie nicht verstehen kann, warum ich gerade von diesem Duft nicht genug bekommen kann. Dogmum dachte immer, ich trödle oder sei stur. Jetzt weiß sie: Das ist Hochleistungssport für meine Nase und mein Gehirn! Ein paar Minuten „Spazierenstehen“ machen mich viel müder und zufriedener als drei Kilometer im Stechschritt.

    3. Spazierensitzen: Einfach mal gemeinsam auf einer Bank im Wald chillen, die Vögel beobachten und die Seele (und die Schlappohren) baumeln lassen. Es darf auch mal ein Leckerli sein.
Aha! Das war also der Lacher. Es war eher ein befreiendes Lachen – ein Moment, der ihr gezeigt hat: Es ist okay, wie es bei uns läuft. Das ist ja ein Ding! Aber ich muss sagen, seitdem lässt sie mir viel mehr Zeit beim Gassi gehen und das ist echt super. Da darf sie gern einmal über uns lachen. Und ich bemühe mich wirklich sehr, mich zu benehmen, wenn es erforderlich ist. Das klappt natürlich nicht immer, aber immer öfter, und wir beide sind schon ein cooles Team.
 
 
 
 
Danke an den Facebook-Video-Macher! Du hast uns beide richtig glücklich gemacht. Wir spazieren jetzt nicht mehr nur – wir stehen, sitzen und genießen. Wir sind jetzt oft viel länger unterwegs und sie lässt auch mal die Seele baumeln. Ich kann euch sagen: Es fühlt sich so gut an, danach müde, aber glücklich auf dem Lieblingssessel zu chillen.


Ich kann nur hoffen Dogmum findet noch ein paar mehr so tolle Videos für uns Beide
Pfotenklatscher,
Euer Floki 🐾

Donnerstag, 30. April 2026

Morgenrund’ hat Gold im Mund (ob ich es heute finde)

 

Während „Dogmum“ (den Namen "Frauchen" mag sie gar nicht) den Weg zur Arbeit als einen entspannten Morgenspaziergang ansieht, um ihre ersten täglichen 2000 Schritte auf die Uhr zu bekommen, bin ich eigentlich schon im vollen Dienstmodus. Schließlich bin ich nicht nur zum Vergnügen hier – ich bin ein schwer arbeitender Bürohund und mein Arbeitsweg ist eine einzige große Tageszeitung.

Sie schlendert also, wahrscheinlich über Kaffeebohnen oder Excel-Tabellen nachdenkend, den Weg am Bach entlang. Aber ich  muss  die wirklich wichtigen Dinge klären. Ich scanne die News am Wegrand und scheuche dabei ein Paar Enten auf.

Und ich sage euch:  Der Fuchs war wieder da (ziemlich arrogant, wenn ihr mich fragt), ein Hase war in langen Sätzen unterwegs (vermutlich auf der Flucht vor dem Fuchs) und die Rehe heute Nacht schienen beim Trinken unter Zeitdruck gestanden zu haben. (Haben die eigentlich schon Junge? Denn ich muss jetzt an der Leine bleiben.)

Die Hundecommunity war schon zahlreich unterwegs und hat einige Infos da gelassen. Ich setze natürlich sofort ein paar Gegendarstellungen an unseren Lieblingsgrasbüscheln und im Gebüsch ab – Ordnung muss sein.  

Besonders anstrengend: Meine Lieblingsnachbarin war vor mir unterwegs. Sie duftet... sagen wir mal, im Moment besonders ablenkend. Aber ich bleibe Profi.

Die Tautropfen auf den Grashalmen erledigen meine Morgenwäsche im Vorbeigehen – das Bad muss bis zur Nachmittagsrunde warten. Dann geht’s ab in den „Job“. Das bedeutet: Im Büro unter dem Schreibtisch so tun, als würde ich wichtige Meetings überwachen, während ich in Wahrheit davon träume, wie ich den nervigen Bello (ich will hier keinen Namen nennen) von nebenan endlich mal zur Rede stelle.

Immer mal wieder bleibe ich stehen, die Nase im Wind, aber eigentlich gehört sie an den Boden, um alles zu erschnüffeln. So verpasse ich beinahe den atemberaubenden Blick auf das Rapsfeld. Das Gelb leuchtet fast schon magisch in der aufgehenden Sonne. Ich glaub ich hab das Gold gefunden! Findet ihr nicht auch?

 

Nun sind wir gleich da und die Vorfreude steigt auf meine wohl verdienten Schreibtisch-Snacks, nach dem lästigen Pfotenputzen. Man muss sich seine Benefits echt hart erkämpfen. Mein Arbeitsweg ist ein absolutes Highlight, wenn das Wetter so perfekt wie heute ist. Aber es gibt auch die Regentage, Sommerhitze, Herbststürme, oder eingefrorenen Pfoten. Aber das sind eigene Geschichten, die an einem anderen Tag erzählt werden.

Bis dahin – ich muss jetzt zum Meeting (also: Schlafen).

Liebe Grüße
Euer Floki

Wenn aus einer Geschichte ein Buch wird

Es gibt Augenblicke im Leben, die kann man auch Tage später noch nicht richtig begreifen. So geht es mir gerade. Im April habe ich diesen B...