Neulich
liege ich mal wieder herrlich faul neben Dogmum auf dem Sofa. Während
sie sich durch YouTube klickt, erblickt mein halb offenes Auge plötzlich
das hübscheste Mädchen der Welt. Nein, ich meine nicht die Prinzessin
Charlotte, sondern die wunderschöne Cocker-Dame in ihrem Arm.„Wie
sie wohl heißen mag?“ denke ich mit Herzchen in den Augen, die man zum
Glück nicht sehen kann. Ich sehe Dogmum fragend an. Als hätte sie meine
geheimsten Gedanken erraten, sagt sie: „Ach schau mal, die Royals haben
auch einen schwarzen Cocker Spaniel. Das ist Orla.“ Orla. Der Name klingt wie Musik in meinen Ohren. Gut, dass Dogmum so neugierig ist, denn so erfahre ich, dass er aus dem Gälischen stammt und „Goldene Prinzessin“ bedeutet. Wie passend für eine so edle Erscheinung! Aber mein Name ist ja auch nicht schlecht. Schließlich bin ich nach einem mutigen Wikinger benannt – dem legendären Schiffbauer und Entdecker.
Während auf dem Bildschirm schon längst ein Reisebericht über Schlösser und Burgen flimmert, versinke ich in Tagträumen. Ich frage mich, ob wir irgendwo in den Tiefen unseres Stammbaums gemeinsame Vorfahren haben. Schließlich ist England das Land meiner Wurzeln – die Heimat des English Cocker Spaniels, denke ich nicht ohne Stolz.
Zwar bin ich nicht unbedingt ein Jäger, der jede Waldschnepfe aufspüren würde, aber ich bin ein perfekter Schnüffler, der auch Miss Marple bestens assistieren könnte. Jede Hecke, jeder Grashalm und jeder Stein in meiner Ahnenheimat birgt sicher eine Geschichte, die erschnüffelt und erzählt werden sollte.
Wie aus dem Nichts kommen die Erinnerungen an unseren Urlaub an Englands Küste. Ich sehe die lange Fahrt vor mir – ich liebe Autofahren! Ich höre das Rumpeln und Scheppern im Autozug, der sich sicher durch den Eurotunnel schiebt, während tief über uns die Wellen des Kanals peitschen. Und dann endlich: die endlosen Spaziergänge am Meer bei Ebbe, vor allem bei Sonnenaufgang.

Nur das Rauschen der Wellen, das Geschrei der Möwen, die sich um einen Fisch balgen und die knirschenden Schritte von Dogmum im feuchten Kies. Ich spüre noch genau das angenehme Pieksen der Steinchen unter meinem Fell, wenn ich mich genüsslich darin wälze
Aber an das Gezeter und Gezanke der Seemöwen – daran werde ich mich wohl nie gewöhnen, egal wie viel
britisches Blut in meinen Adern fließt.

Wenn ich das nächste Mal in England bin, werde ich auf
jeden Fall eine Schnüffelrunde durch den Windsor Park machen. Wer weiß,
vielleicht läuft mir das süßeste Mädchen im Hundeuniversum über den Weg.


Bis dahin träume ich hier auf der Couch einfach weiter – von der salzigen Meeresluft, Wikinger-Abenteuern und natürlich von einer ganz bestimmten Prinzessin in Windsor. Aber verratet mich nicht bei den Ladys in der Nachbarschaft! Ein Charmeur wie ich hat schließlich einen Ruf zu verlieren,
Macht es Euch gemütlich,
Euer Floki
So schöne Erinnerungsfotos :)
AntwortenLöschenDankeschön! Ja da schreiben und Fotos suchen bringt schöne Erinnerungen
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